BBC: Schutz für Tennisspielerin Swiatek nach Beleidigungen

BBC: Schutz für Tennisspielerin Swiatek nach Beleidigungen

Die Tennis-Weltranglisten-Zweite Iga Swiatek ist nach Informationen der BBC während des Turniers in Miami beim Training von einem Mann bedroht worden. Der Vorfall habe sich am vergangenen Samstag ereignet, berichtete der britische Sender unter Berufung auf das Management der 23 Jahre alten Polin.

Der Mann sei aggressiv und höhnisch gewesen, teilte das Management demnach mit. Zuvor habe er ihr bereits beleidigende Nachrichten über die Sozialen Medien gesendet. «Der Zwischenfall in Miami scheint ein direkter Übergang von verbaler Online-Aggression zu einer Bedrohung in der realen Welt zu sein», hieß es nach Angaben der BBC vom Management weiter.

Swiatek auch wegen Dopingsperre im Fokus

Weder die Organisatoren noch die Damen-Profiorganisation WTA bestätigten den Vorfall oder erhöhte Sicherheitsmaßnahmen. Die WTA erklärte, es würden umfassende Sicherheitsprotokolle gelten, um sicherzustellen, dass mit jeglichen Vorfällen schnell und effektiv umgegangen werde.

Wenige Stunden nach dem Bekanntwerden des Berichts schied Swiatek im Viertelfinale des Turniers aus. Sie verlor 2:6, 5:7 gegen Außenseiterin Alexandra Eala von den Philippinen, die zuvor bereits Australian-Open-Siegerin Madison Keys überraschend bezwungen hatte.

Swiatek wurde im vorigen August positiv auf das Herzmittel Trimetazidin getestet. Die viermalige French-Open-Siegerin führte das auf ein verunreinigtes Arzneimittel zurück und verbüßte eine einmonatige Sperre. Die Welt-Anti-Doping-Agentur wertete die Angaben als plausibel und verzichtete auf einen Einspruch.

In Dubai Vorfall mit Raducanu

Beim Turnier in Dubai Mitte Februar war die Britin Emma Raducanu Opfer eines Stalking-Vorfalls geworden. Ein Mann, der ihr zuvor schon zu den Turnieren in Singapur, Abu Dhabi und Doha gefolgt war, hatte die einstige US-Open-Siegerin während ihres Zweitrundenmatches zum Weinen gebracht. Raducanu verlor das Match, die Polizei nahm den Mann später fest.